Die Logik der Institutsgründung des CID Institutes im Jahre 2002 basierte sowohl auf individuellen als auch auf gemeinschaftlichen Entscheidungsgründen und war abhängig von langjährigen Argumentationsketten, auf deren Fortschreibung sich in der Folge die spezifische Institutslogik aufbaute und in deren Konsequenz sie sich über den Zeitraum von nunmehr 20 Jahren weiterentwickelte, ohne durch die antagonistisch wirkenden Prinzipien dabei gestört zu werden. Das bedeutet, dass trotz existenzieller Anfeindungen die ursächlichen Standpunkte des Institutes so festgefügt und fundiert waren, dass diese über den gesamten Wirkungszeitraum unverändert beibehalten und verteidigt wurden. Diese Prinzipien leiten sich insbesondere von der individuellen und damit familiären Logik, die auf generationenlangen Erfahrungsketten und unverrückbaren logischen Entscheidungsparametern beruht, als auch aus der sozialen Gesamteinbettung der Instituts-Entstehungsgeschichte, die geprägt wurde von den argumentativen Auseinandersetzungen zwischen und innerhalb der Kriegs- und der Nachkriegsgeneration bezogen auf den Zweiten Weltkrieg und die Rolle Deutschlands in diesem Zusammenhang, die Überwindung des Rassismus, des Kolonialdenkens und der politisch simplifizierenden Denk-Schemata der Blockkonfrontation (Ost-West-Konflikt) sowie dem allgemeinen Kampf zur Verteidigung der Menschen-, Freiheits- und Lebensrechte, der Abwehr der Restauration der Euthanasie-Politik und der Verhinderung zukünftiger Kriege. Zum besonderen Aspekt der beruflichen Zuordnung des Institutes zu den Bio- und Naturwissenschaften (LIFE-Sciences) sind in diesem Zusammenhang noch der Einsatz für ethische Werte in Naturwissenschaften und Medizin, Tier- und Artenschutz sowie der rationale und das gesamte vitale Leben auf dem Planeten Erde schonende Umgang des Menschen mit Natur und Ressourcen zur Bewahrung des natürlichen Gleichgewichtes zu erwähnen.
Individuell entstandene Logik-Systeme wie das das CID Institut tragende Denkmodell sind insbesondere geprägt von den Informations- und Werteweitergaben und Prägungen, die in Folge familiärer und schulischer Ausbildung, dem intellektuellen Konsum von Literatur, Medien und Diskussionsthemen oder staatlichen Vorgaben. Einmal geprägt sind die initialen Beweggründe für eine komplexe Entwicklung nicht mehr weitervermittelbar und werden mit zunehmendem Zeitablauf letztlich nur noch vom tragenden Individuum verstanden, da diesem im Zeitverlauf die gemeinschaftlichen Mitträger der Logik langsam verlorengehen.
Wenige andere Ereignisse wie der 2022er „Krieg in den Oststaaten“ belegen die historische Fluktuation, Wandelbarkeit und Instabilität in über Jahrzehnte als unverrückbar geltenden Logiken, insbesondere politischen bzw. parteipolitischen Logiken. Stand so beispielsweise in den späten 1970iger und frühen 1980iger Jahren die SPD im Rahmen der Mitwirkung ihrer Politiker und Mitglieder in den Aktivitäten der Friedensbewegung und des Widerstandes gegen die Atombewaffnung felsenfest zusammen als einheitliches Bollwerk aller Kriegsgegner, so ist die jüngste Entscheidung zur Belieferung der kriegsführenden Parteien in der Ukraine mit deutschen Waffensystemen durch einen SPD-Bundeskanzler ein den an der Bewegungs-Logik von 1970-1990 Teilnehmenden nicht mehr zu vermittelnder politischer Schachzug, der nur als Bruch der heutigen SPD mit ihrem über ein Jahrhundert bewahrten Symbolbild der Antikriegspartei interpretiert werden kann.
Selbst wenn man den Ukraine-Krieg als medienpolitische Inszenierung innerhalb einer grösseren psychologischen Kriegsführungskampagne betrachten mag, als Kriegsereignis das nicht tatsächlich stattfindet sondern nur in den Medien wie ein Computerspiel digital inszeniert wird, um mittels dieser Medienkampagne ein bestimmtes Ziel und einen Zweck zu erreichen, so ist doch daraus abzuleiten, dass die Macher des Ukraine-Krieges tatsächlich ihr Ziel – nämlich den Bruch der langfristigen inneren deutschen politischen Logik – mit der Entscheidung von Olaf Scholz für die Lieferung von Leopard 2 Panzern nach Kiew mittlerweile erfolgreich erreicht haben. Die SPD als sicherer Orientierungspunkt für Antikriegspolitik geht den deutschen Politik-Konsumenten verloren, ob andere Kräfte in Deutschland in der Lage oder Willens sind, ihre Rolle zu übernehmen, ist fraglich.
Was hat die Ukraine so demonstriert ? Antikriegsrethorik in Deutschland ist ein Tarnnetz, dass man lieber kollektiv loswerden will, als weiterhin daran zu stricken. Als Psychologiestudent hätte Vlodomir Selensky seine Medienspiel-Doktorarbeit somit bereits mit „Summa cum laude“ absolviert, dokumentierte er doch anschaulich, dass die Deutschen gar nicht das sind, als was sie sich so gerne ausgeben. Kaum hat ein Nachbarland den Kotsumpf Krieg per Medienkampagne erfolgreich über mehr als 12 Monate entwickelt, legt Deutschland die Corona-Maske ab und springt voll mit beiden Füssen in die Kacke. Schon „machen WIR mit“ und den erfahrenen Medien-Machern wird es ein leichtes werden, die im realistischen militärischen Metzgerkampf so unerfahrene Bundeswehr in ein erstes Blutbad zu verwickeln - wenn die Leoparden erst einmal in Kiew stehen. Da dran bauen sie also, die Ukrainer. Fast hätte es niemand gemerkt in Berlin. Spiel nur weiter mit denen, Olaf Scholz, das Spielende ist immer dasselbe.
Warum behält das CID Institut seine politische Logik also bei, wenn doch Alle, mit denen zusammen diese Logik über Jahrzehnte seit 1960 und durch das RAF-Jahrzehnt hindurch entstanden war, mittlerweile gegangen sind ? Man könnte doch jetzt so schön wie der Bundeskanzler einfach mal etwas Neues spielen ohne dass es noch jemand merken würde von denen, die damals immer rumgemosert haben oder auf ihre alten Erfahrungen hingewiesen und an diese erinnert haben, wenn man drauf und dran war, mal einen ganz anderen, neuen Schritt zu gehen ? Ist vielleicht die Ukraine-Kopf-Schraube auch nur eine Fortsetzung einer anderen, uns fremden Logik, wegen derer es uns eigentlich auch fast schon gar nicht mehr gibt ?
Die Frage der zukünftigen Zuordnung wird für das CID Institut also eine gewisse Rolle spielen in den nächsten Jahren, wobei das „Alleine Stehen und nicht wissen, mit wem überhaupt noch Übereinstimmungen existieren“ nachdem alle politischen Gruppierungen in Deutschland ausser Sarah Wagenknecht gerade in den Verdacht geraten, die Keilerei in der Ukraine einfach nur noch weiter anheizen zu wollen, ohne dass sich aus diesem Konsens eine hinter diesem Konsens stehende, verständliche Logik ableiten würde, eigentlich gar keine schlechte Lösung darstellt.
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20. Februar 2023
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